Bis 100 ist’s noch lange

Vor ein paar Wochen war ich in der glücklichen Lage, einmal wieder einen sich jedes Jahr wiederholenden Tag zu feiern. Zu den Aufmerksamkeiten meiner Gäste gehörten: Obige Kerze, ein Papierbuch und ein Tablet. Diese drei Dinge haben auf dem ersten Blick wenig bis nichts miteinander zu tun. Mir sind aber jetzt doch einige Gemeinsamkeiten aufgefallen.

Rückblick und Ausblick

Die Kerze signalisiert mir ja, dass da noch ein paar Jahre kommen. Sie sagt aber auch, dass es schon 73 gewesen sind. Wenn ich zunächst einmal nicht die theoretisch denkbaren 27 Jahre in die Zukunft blicke, sondern zurück, fällt mir dieser Textauszug ein:

„Meinen ersten persönlichen Computer (kurz PC) habe ich mir 1987 von einem Kollegen zurückerobern müssen. Er war dem Neuen aufgeschlossener als mein Vorgänger, dessen Posten ich gerade übernommen hatte. Ich konnte dieses Gerät gerade ans Stromnetz anschließen und musste mit schwerem Herzen einen meiner neuen Mitarbeiter fragen, wie man denn mit so einem Ding nun schreiben kann. “Haben sie denn den Drucker nicht mitgenommen?” und “Wo sind denn die Disketten?” waren zwei der Fragen, an die ich mich erinnere. Für mich begann damals ein Lernprozess …“

Ich habe diesen Text Anfang des Jahres in das erste eBook geschrieben, das in dem Lernprozess entstanden ist, mit dem ich diese für mich ganz neue Welt entdeckt habe. Dieser Lernprozess ist nur ein Beispiel. Ich habe viel lernen müssen, seit 1987 – nicht nur in Sachen Computer und Internet ;=).

Mag sein, dass ich auch in den vor mir liegenden Jahren noch viel lernen darf. Mir fehlt die Fantasie zu sagen, wie sich unser Umgang mit der immer mobiler werdenden Technik weiter entwickelt. So viel ist aber sicher: Spannend wird es!

Papier oder eBook

Das oben gezeigte Papierbuch – mein letztes??? – hat der Autor seinem Großvater gewidmet. Jonas Jonasson schreibt dazu:

„Niemand konnte ein Publikum so in Bann schlagen wie Großvater, wenn er mit dem Priem im Mund und leicht auf seinem Stock gestützt auf seiner Holzbank saß.“

Heute priemen wir Großväter sicher kaum noch, doch Handstöcke – und Rollatoren – sind immer öfter unsere Begleiter. Ich verkneife es mir, hier die wirklich lesenswerte Geschichte des „Hunderjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, zu schildern, zitiere dafür nur ein paar Zeilen aus dem Epilog:

„An ihrem fünfundachtzigsten Geburtstag bekam Amanda von ihrem Mann einen Laptop mit Internetanschluss geschenkt. Allen hatte nämlich gehört, dass die Jugend sich für diese Internetgeschichte sehr begeistern konnte“

Ich finde das ganz toll. Amanda hat dann auch noch begriffen, wie man sich einloggt. Und nach wenigen Wochen hatte sie dann auch ihren eigenen Blog, in dem sie über Vergangenes und Gegenwärtiges bloggte.

Das Buch ist von 2009 und heute im Jahr 2012 natürlich auch als eBook zu erhalten. Heute hätte der Autor auch sicher ein mobiles Tablet verschenken lassen – sicher aus der 7 Zoll-Klasse, damit sich eBooks besser lesen lassen.

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3 Gedanken zu „Bis 100 ist’s noch lange

  1. guck

    Schöner Beitrag! ich habe gerade beim Streaming der startfrankfurt einen Satz gehört, der so ähnlich war wie „in 20 Jahren wird das gar kein Problem mehr sein“. Es ging wohl um verkrustete Einstellungen von Museen und natürlich um die komplizierten Bildrechte im Internet. Gar kein Problem, die Aussicht finde ich super. Aber dann muss ich mich ja auch fragen: erlebe ich das noch? Da kam mir Deine Überschrift gerade recht: Bis 100 ist’s noch lange.

    Antwort

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