Mobile Geräte in Europa – interessante Erfahrungen

Die beiden Tablets auf dem Bild dürften 100 Jahre Lebenserfahrung trennen. Mit der Schiefertafel sind meine Eltern noch regelmäßig zur Schule gegangen. Sie gehörte auch noch zu meinem Schulalltag, als ich 1946 in Deutschland eingeschult wurde. Ich habe damals übrigens regelmäßig ein Kochgeschirr mit zum Unterricht nehmen müssen, denn wir hatten uns in eine lange Schlange zum Empfang der Schulspeisung einzureihen. Doch das ist eine andere Geschichte, denn ich möchte hier über die Nutzung von Geräten, wie das untere Tablet auf dem Bild, berichten.

In der vergangenen Woche durfte ich für 4 Tage an einem Treffen des Projektes Mobile50+- in Södertälje teilnehmen. In dem Projekt geht es u.a. darum zu testen, ob diese mobilen Geräte sinnvoll für Lehrer und unterschiedliche Gruppen – Senioren, Immigranten, Menschen mit speziellen Bedürfnissen und Studenten – einzusetzen sind. Noch sind die Erinnerungen frisch und ich versuche es mit einem – sehr persönlichen! – Bericht.

Södertälje, die Gemeinde der Gastgeber, liegt mit rund 90.000 Einwohnern am Rande von Stockholm und hat etwa 36% nichtschwedische Einwohner. Das sind u.a. 22.000 Assyrer und 8.000 Finnen und Finnlandschweden, die von der am Projekt beteiligten Partnergruppe betreut werden. Dazu wird z.B. mobiles Equipment – jeweils 2 mal 5 iPads und ein mobiler UMTS-Router – eingesetzt, um die persönliche Geschichte der Betroffenen aufzuarbeiten. Das Ergebniss sind kleine mit der App iMovie aufgenommene Videos. Dieses interessante Konzept haben wir in dem Treffen erprobt, diskutiert und nach Lösungen für Geräte mit Android gesucht.

In Sastamala, Finnland, werden erste Erfahrungen mit Mobilitäts-Kliniken gemacht. Für 3 Stunden erfolgt eine sehr individuelle Einweisung in Smartphones und Tablets. Mit diesem Konzept können Kontakte für spätere intensivere Kurse geknüpft werden. Nach den bei Senioren-Lernen-Online gemachten Erfahrungen ließe sich darauf auch eine 'Virtuelle Klinik' unter Nutzung von Skype oder Google Hangout organisieren.

Die Partnergruppe aus Tiedetila, Finnland, organisiert Kurse mit mobilen Geräten für die Generation 50+ und untersucht das Nutzungsverhalten der jeweiligen Teilnehmer. Gespräche mit den Verantwortlichen zeigen, dass es nicht nur in Deutschland Probleme mit einem sicherern Breitbandzugang auf dem 'flachen Land' gibt. Leider reichten die Zeit und gegenseitige Sprachkenntnisse nicht zum Hinterfragen der Situation von schnellen Internetzugängen in Finnland.

Einen Eindruck, wie unterschiedlich auch in Deutschland die Nutzung mobiler Geräte ist, zeigen Gespräche mit OASE, der zweiten deutschen Gruppe in dem Projekt. Dort wird zunächst nur untersucht, ob und wie sich mobile Geräte in der Verwaltung und für die Trainer einsetzen lassen. Sicher wird nach den Gesprächen mit uns Älteren von SLO auch über Konzepte mit mobilen Geräten in der Hand von Teilnehmern nachgedacht.

Wie in Litauen und der Türkei mobile Geräte eingesetzt werden, wird sich sicher im Verlauf des Projektes zeigen. Ich beende hier meinen kurzen Bericht mit einen Dank an den Partner aus der Türkei, der mir durch seine guten Deutschkenntnisse die Teilnahme sehr erleichtert hat.

 

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2 Gedanken zu „Mobile Geräte in Europa – interessante Erfahrungen

  1. Pingback: Södertälje meeting 5.-10.März 2013 | slomobil

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